Mensch-Computer-Interaktion - Erfolgsgeschichte einer Forschungsdisziplin

Prof. Dr. Harald Reiterer,  Universität Konstanz

Ursprünglich war der Computer ein schwergewichtiges und raumfüllendes Werkzeug und nur ausgewählte Spezialisten hatten aufgrund der Komplexität der Bedienung Zugang zu dieser Technologie. Doch die rasante Entwicklung immer leistungsfähigerer, vernetzter Hardware, in Kombination mit neuen Bedienkonzepten, hat dazu geführt, dass der Computer die Welt der geschlossenen Rechenzentren verlassen und zunächst unsere Arbeitsplätze, dann unser Heim und schlussendlich unsere Hosentasche erobert hat. Als nächster Schritt der Entwicklung zeichnet sich die Integration von Computertechnologie in den menschlichen Körper ab, welche eine “Gedankengesteuerte Interaktion” ermöglichen wird (Brain-Computer Interface).Der Vortrag wird anhand ausgewählter Meilensteine der Forschungsdisziplin „Mensch-Computer-Interaktion“ deren Beitrag zu der mittlerweile allgegenwärtigen Verfügbarkeit von Computertechnologien veranschaulichen. Der digitale Wandel hätte niemals diese gesellschaftliche und vor allem auch wirtschaftliche Bedeutung erlangt, wenn nicht intuitive Bedienkonzepte zur „Demokratisierung“ der Computernutzung beigetragen hätten. Die Entwicklung derartiger Bedienkonzepte ist das primäre Forschungsziel der Disziplin „Mensch-Computer-Interaktion.“ Der Vortrag wird die eindrucksvolle Erfolgsgeschichte dieser Disziplin nachzeichnen sowie Wege zukünftiger Entwicklungen der Interaktion mit der „Schönen neuen (digitalen) Welt“ aufzeigen. 

Datum: 2019-01-07


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